Berlin lebt auf! – Die Fotojournalistin Eva Kemlein

13. April 2017

Die Fotografin Eva Kemlein gehörte zu Berlin wie Eugène Atget zu Paris. Beinah ihr gesamtes 95jähriges Leben verbrachte sie in der deutschen Hauptstadt und hielt sich während der Nazi-Zeit in Schöneberger Kellern versteckt. Über 300.000 Negative hat Kemlein 1993 dem Berliner Stadtmuseum verkauft. Aus diesem Meer fotografischer Impressionen lässt sich die Berliner Nachkriegsgeschichte anschaulich dokumentieren. Das ArtiTeQ Aufhängesystem des Centrums Judaicum zeigt Kemleins Fotos unter dem Titel „Berlin lebt auf!“ noch bis zum 30. April 2017. Stunde Null im Bilderrahmen Eva Kemleins Leben steht exemplarisch für die Zerrissenheit der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert. Die 1909 als Tochter jüdischer Kaufleute geborene Kemlein kam Ende der 20er Jahre zur Fotografie. In den 30er Jahren exilierte sie mit ihrem deutschen Ehemann nach Griechenland. Das Ehepaar wurde ausgewiesen, Kemleins Mann ließ sich scheiden, … Weiterlesen

Fotografiegeschichte im Bilderrahmen – bis zum 17. April im MKG Hamburg

7. März 2017

75.000 Fotos umfasst die Sammlung des MKG, des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ist hier kontinuierlich ein fotografischer Schatz von den Anfängen des Mediums bis in unsere Gegenwart zusammengetragen worden. Die Fotohistorikerin Esther Ruelfs hat diese Bilderkammer seit 2012 geordnet und unter dem Titel ReVision einen Querschnitt repräsentativer Werke zusammengestellt. Das ArtiTeQ Aufhängesystem des MKG Hamburg führt den Besuchern bis April 2017 die Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit fotografischer Kunst vor. Fotografiegeschichte im Bilderrahmen Der Besuch der Ausstellung ReVision im MKG Hamburg ist wie das Blättern in einer Enzyklopädie der Fotografie. Der Besucher sieht an den Aufhängehaken der MKG-Galerieschienen Foto-Ikonen und legendäre Vertreter des Mediums: August Sander, Diane Arbus. Duane Michals, Hugo Erfurth, um nur einige zu nennen. Andere Namen und Werke sind bisher nur … Weiterlesen

Robert Doisneau – Fotografien

12. Februar 2017

Es gibt einen Fotografen, der zum Synonym authentischer Paris-Bilder geworden ist: Robert Doisneau. Der unermüdliche Flaneur hat in seinem über 80jährigen Leben 350.000 Fotos geschossen. Seine charismatischsten Aufnahmen gelangen dem Künstler in den 40er- bis 60er-Jahren. Der Gropius-Bau Berlin zeigt an seinem ArtiTeQ Aufhängesystem eine Auswahl von 100 Doisneau-Bildern aus jener Zeit. Die Ausstellung läuft bis März 2017. Der berühmteste Kuss im Bilderrahmen Es braucht nur das Zitat eines einzigen Bildes, um auch Menschen, die mit dem Namen Doisneau nichts anfangen können, sofort auf die Sprünge zu helfen. Gemeint ist das vielleicht berühmteste Paris-Bild überhaupt, genannt: „Der Kuss“. Ein junges Paar küsst sich leidenschaftlich inmitten von Passanten vor dem Hintergrund des Pariser Rathauses. 1950 hat Robert Doisneau diese Szene eingefangen, und selbstverständlich ist sie an den ArtiTeQ Galerieschienen im Berliner … Weiterlesen

Ausstellung Kreuzberg – Amerika

21. Januar 2017

Die 70er Jahre waren die Zeit der Praxis nach der Rebellion. Jeder Mensch sollte an Bildung, Studium und an den Künsten teilhaben können. Für eine kurze Dekade begruben die Fakultäten und Schulen das Elitedenken. Bestes Beispiel eines offenen Plenums: die Volkshochschule Kreuzberg. Hier gründete Michael Schmidt 1976 die Werkstatt für Fotografie. Das ArtiTeQ Aufhängesystem des C/O Berlin zeigt, welchen Einfluss diese Institution in den zehn kurzen Jahren ihres Bestehens gehabt hat. Deutsch-Amerikanische Freundschaft im Bilderrahmen Die Volkshochschule Kreuzberg mit ihrer Werkstatt für Fotografie war gelebte Demokratie. Die Exponate, die unter den Galerieschienen an den Aufhängehaken des C/O Berlin hängen, führen den Beweis dazu. Ambitionierte Laien und verschollene Talente sind in den Bilderrahmen ebenso zu finden wie Werke des international renommierten Werkstattleiters Michael Schmidt und der großen Namen der amerikanischen Fotografie. … Weiterlesen

GESTALTETE WELT − EIN FOTOGRAFISCHES LEBENSWERK

22. Dezember 2016

F.C. Gundlach, der Fotograf, Galerist und Sammler, wird 90. Ihm zu Ehren veranstaltet das Haus für Photographie, deren Gründungsdirektor Gundlach ist, eine Doppelausstellung. Das ArtiTeQ Aufhängesystem des Hauses zeigt die Gesamtschau Peter Keetmans, einem der wichtigsten deutschen Fotografen des 20. Jahrhundert. Parallel läuft die Ausstellung „Concepts of Lines“, in der die klar komponierten Bilder der Fotografen George Hoyningen-Huene, Richard Avedon und Irving Penn gewürdigt werden. Alle Aufnahmen stammen aus der Sammlung F.C. Gundlachs – einer wahren Schatzkammer der Fotografie des 20. Jahrhunderts. Formenwelten im Bilderrahmen Niemand muss ans Ende der Welt fahren, um außergewöhnliche Fotos zu schießen. Dieser Beweis wird an den Galerieschienen des Hauses für Photographie in den Hamburger Deichtorhallen geführt. Was hier schwarzweiß an den Aufhängehaken präsentiert wird, ist das Arbeitsergebnis eines geduldigen und technikversessenen Mannes, der mit … Weiterlesen

Bernard Larsson. Leaving is Entering

5. Dezember 2016

Bernhard Larsson war der richtige Mann zur richtigen Zeit. Geboren 1939 in Hamburg als Sohn deutsch-schwedischer Eltern, besaß er beide Staatsbürgerschaften, verbrachte seine Jugend in Stockholm, absolvierte seine Fotografenausbildung in München und arbeitete in Paris als Assistent von William Klein. Im Jahr des Mauerbaus 1961 zog Larsson nach Berlin, um sich ein Bild von der geteilten Stadt zu machen. In welchem Umfang das geschehen ist und welche wichtigen Werke dabei entstanden sind, zeigt das Berliner Museum für Fotografie an seinem ArtiTeQ Aufhängesystem. „Leaving is Entering“ umfasst den Zeitraum von 1961 bis 1968. Weltenpendlerei im Bilderrahmen „Leaving is Entering“ ist ein sprechender Titel. Larsson präsentiert an den Aufhängehaken des Museums für Fotografie die Bildersammlung eines für ihn ganz natürlichen Pendelns zwischen West und Ost. Als Besitzer eines schwedischen Passes durfte Larsson … Weiterlesen