Werner Bischof – einer der bekanntesten Reportage-Fotografen des 20. Jahrhunderts.

8. Juli 2016

 Diesen Hinweis ausblenden Marco Bischof war vier Jahre alt, als sein Vater in den Anden zu Tode stürzte. Erinnern kann sich der heute 66jährige Mann an diesen Vater kaum noch. Aber er hat sich im Laufe der Jahrzehnte in das Werk des früh Verschwundenen hineingelesen, hineingesehen. Er hat dafür gesorgt, dass die Bilder des großen Fotoreporters Werner Bischof auf Ausstellungen zu den Menschen sprechen. Jetzt zeigt das ArtiTeQ Aufhängesystem des Münchner Kunstfoyers anlässlich des 100. Geburtstags von Werner Bischof seine bisher größte Werkschau. Schönheit und Elend im Bilderrahmen Gibt es ein schönes Elend? Einen ästhetischen Krieg? Ausstellungsorte, die einen solchen Mix an ihren Aufhängehaken und Galerieschienen zeigen, geraten in den Verdacht, dem Kitsch oder einer üblen Propaganda Vorschub zu leisten. Und dennoch ist es Ausnahmekünstlern gelungen, diese Themen anrührend zusammenzubringen. … Weiterlesen

Der Mauerstreifen im Wandel eines Vierteljahrhunderts

1. Juni 2016

Der Tierfilmer und Abenteurer Andreas Kieling hat eine Wanderung entlang der alten deutsch-deutschen Grenze beschrieben – eine hochinteressante Lektüre über Entfremdung und Zusammenwachsen. Im Kleinen kann auch in Berlin eine solche Exkursion unternommen werden: 160 Kilometer zieht sich der Mauerweg durch die ehemals geteilte Stadt. Paul Raftery hat entlang der Route fotografiert: Eine faszinierende Studie über die Licht- und Schattenseiten der Wiedervereinigung. Wiedervereinigungs-Geschichte im Bilderrahmen Paul Raftery ist ein Profi. Bereits 1980 ist der 1960 geborene Brite in Berlin gewesen und hat die geteilte Stadt dokumentiert. Raftery hat seither als Soziologe an der Kamera und Architekturfotograf unter anderem die Porträts von London, Paris und Marseille erstellt. Die Gedenkstätte Berliner Mauer zeigt an ihrem ArtiTeQ Aufhängesystem die 2014 entstandene Serie “Berlin Voids”. Die Aufhängehaken des Museums stellen an den Galerieschienen Glanz … Weiterlesen

“Face the Camera” – Fotograf, Robert Lebeck

16. April 2016

Im 19. Jahrhundert haben Schriftsteller und Dichter mit ihren Werken Zeit und Gesellschaft geprägt. Das 20. Jahrhundert ist ein Jahrhundert des Bildes gewesen. Niemand mehr als der Fotograf hat die Zeitgeschichte ins kollektive Bewusstsein geschrieben. Robert Lebeck gehörte zu den großen Fotojournalisten. Ihm sind einige Porträts und Schnappschüsse gelungen, die die Menschheit nicht mehr vergessen wird. Das Willy-Brandt-Haus zeigt an seinem ArtiTeQ Aufhängesystem unter dem Titel “Face the Camera” eine umfangreiche Retrospektive unbekannterer Werke von den 50er bis zu den 70er Jahren. Kontakt zur Welt im Bilderrahmen Robert Lebeck sagte von sich, er leide unter einem Geburtsfehler. Damit meinte er sein unwiderstehliches Lächeln. Dieses Lächeln war der Schlüssel zu seinen unvergesslichen Fotos – zumindestens zu den vielen Porträts. Dazu kam eine Riesenportion Neugier, ein untrüglicher ästhetischer Blick und Glück: Das … Weiterlesen

Lee Miller, US-amerikanischen Fotografinnen im Martin-Gropius-Bau

13. März 2016

Die amerikanische Fotografin Lee Miller hat ein vielseitiges Werk hinterlassen. Bekannt wurde sie als Modefotografin und Begleiterin des Surrealisten Man Ray. Und als Model. Neidische Berufskolleginnen meinten, ihre Berühmtheit beruhe eher auf den Fotos, die von ihr geschossen worden sind, als auf ihren eigenen. Die Lee-Miller-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau tritt den Gegenbeweis an. Sie zeigt Fotos aus allen Schaffensphasen und vor allem ihre schockierenden Kriegsfotos. Die Begegnung mit dem deutschen Alptraum. Geschichte im Bilderrahmen Was das ArtiTeQ Aufhängesystem des Martin-Gropius-Baus an seinen Galerieschienen zeigt, ist die Geschichte einer Fotografin und die Geschichte der Deutschen. Lee Miller wurde 1907 auf einer amerikanischen Farm geboren und kam früh zur Fotografie. Ihre künstlerisch prägendste Zeit waren die 30er Jahre in Paris. Sie entwickelte unter dem Einfluss Man Rays eine eigene surrealistische Bildsprache. An den … Weiterlesen

“Als Bilder noch bewegten”, Fotografen-Legende Jochen Blume

18. Februar 2016

Wer ist Jochen Blume? Der Name klingt unspektakulär und wird Menschen, die sich nicht mit Fotografiegeschichte beschäftigt haben, wenig sagen. Dabei gehört Jochen Blume zu den seltenen Fotografen, die über fast sieben Jahrzehnte das Zeitgeschehen mit der Kamera verfolgt haben. Einige seiner Aufnahmen sind ins Kollektivgedächtnis eingegangen. Das Berliner Hotel Adlon zeigt bis Mitte März unter dem Titel “Als Bilder noch bewegten” seine wichtigsten Werke. Weltgeschichte im Bilderrahmen Jochen Blume kam schon 1948 zur Fotografie. Der Sohn eines berühmten Vorkriegsfotografen und gelernte Lehrer geriet in russische Kriegsgefangenschaft und landete nach der Entlassung beim Vorläufer der dpa. Bereits 1950 gelang Blume ein Foto, mit dem er Geschichte schrieb. Das ArtiTeQ Aufhängesystem des Adlon zeigt es an seinen Galerieschienen neben vielen anderen

Cindy Sherman – ‘Works from the Olbricht Collection’

24. Januar 2016

Die Fotografin Cindy Sherman zählt zu den wichtigsten Künstlerinnen der Welt. Seit Beginn ihrer Karriere in den 70er Jahren hat sie tausende von Frauen abgelichtet: in Bussen, in nachgestellten Filmen, in der Pose alter Gemälde, Frauen als Clowns, Frauen der Gesellschaft. Ihre Kamera leuchtet in die Abgründe sozialer Deformationen hinein. In Shermans Atelier stehen die Modelle nicht Schlange – es ist vielmehr eine Theaterrequisite, voller Schminke, Perücken und Kostüme. Denn alle Modelle der Cindy Sherman spielt Cindy Sherman selbst. Die Ergebnisse ihrer entlarvenden Verkleidungskunst zeigt der me Collectors Room Berlin an seinem ArtiTeQ Aufhängesystem bis zum 10. April. Metamorphosen im Bilderrahmen Wer Cindy Sherman in echt sieht, reibt sich die Augen, denn es ist kaum zu glauben, dass es eine eigene Person hinter ihren tausendfachen Verwandlungen gibt. Shermans Fotos zählen … Weiterlesen